7 kleine Dinge, die das Leben müheloser machen

7 kleine Dinge, die das Leben müheloser machen

Vor 7 Jahren habe ich diesen Blog gestartet. Es war zum Zeitpunkt des mündlichen Abschlusses meiner dreijährigen Weiterbildung in Social Informatics in St. Gallen.

Ich wollte ein persönliches ePortfolio führen, in dem ich immer wieder von meinen Learnings rund um das Digitale Nomadentum und Remote Work berichte. Heute finde ich es unglaublich spannend, immer mal wieder in alten Beiträgen zu wühlen. Die allermeisten sind für die Welt absolut unbedeutend und tragen ausserdem zu diesen unglaublichen total 90% aller verfügbaren Daten bei, die in den letzten 2 (!) Jahren auf der Welt produziert wurden.

Auf gemachte Erfahrungen zurückblicken

Aber für mich haben die Beiträge eine wichtige Funktion, sie zeigen mir, was ich bereits erreicht habe und ob ich den Fokus halte und wirklich das mache, was ich machen will.

Ich staune dann, wo ich überall gewesen bin. Mexiko, Vietnam, Philippinen, Indien und die USA waren Top-Erlebnisse als Digitaler (Gelegenheits-) Nomade, an die ich sehr gerne zurückdenke.

Fokussiert bleiben und wenn nötig nachjustieren

Die letzten paar Monate waren äusserst spannend, ich habe in vielen grossen Projekten mitgewirkt und viel neues mit coolen Leuten gestartet. Das sind Momente, in denen es unglaublich wichtig ist, die Ausrichtung am Nordstern nicht zu verlieren und immer wieder zu hinterfragen, was man vereinfachen kann, was man wegelassen kann, damit die Fokussierung auch in Zukunft gelingt.

Refokus im Schwarzenburgerland

Ich habe mir deshalb ein paar Tage „Refokus“ gegönnt und bin dahin gereist, wo ich vor 27 Jahren als junger Lehrer mein Lehrpatent an einer mehrstufigen 5.-9. Klasse gemacht habe: Rüschegg. Eine kleine, verstreute Gemeinde, nur 1.5 Stunden per ÖV von Kerzers aus erreichbar. Da bin ich im wunderbaren Airbnb-Studio von Ursula gelandet, einer 78jährigen Frau. Sie vermietet den Raum mit eigenem Eingang schon seit ein paar Jahren an Ruhesuchende.

Es hat hier alles was es braucht, einen Coop nur 5 Minuten zu Fuss entfernt, eine kleine Küche, viel Ruhe und vor allem kaum Ablenkung. Das WLAN liefert mit 35Mbps genug Speed um zügig arbeiten zu können, mein Sunrise-Abo hat allerdings in der Wohnung kein Empfang, gut so! Für den Empfang steigt man 10 Minuten auf einen Hügel rauf, dort funktionierts.

Der Wanderweg startet direkt hinter dem Haus und führt durch einsame Wälder an Stellen, wo sich Hase und Igel Gute Nacht wünschen. Am Samstag besuchen mich dann für die letzte Nacht meine beiden Liebsten und wir werden ein paar Schritte wandern, bevor es zu dritt als Family wieder heimgeht.

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Was macht das Leben mühelos? 7 Learnings

Diese Frage beschäftigt eine riesige Industrie von Selbsthilfe-Autoren weltweit. Aber es ist uns allen auch klar: Du kannst noch so viele Bücher lesen, Podcasts hören und Onlinekurse buchen. Wenn du nicht ins tun kommst, wird der Erfolg dabei etwa so gross sein, wie wenn du dir ein Fitnessabo kaufst und dort nie wieder auftauchst.

Der Erfolg muss also ganz woanders liegen, hier sind meine ultimativen 7 Learnings der letzen 7 Jahre:

  1. Weniger tun
  2. Weniger besitzen und Dinge vereinfachen
  3. Loslassen und öfter Nein-Sagen
  4. Putzen und Aufräumen wenn Schmutz entsteht (gilt nicht nur im Haushalt!)
  5. Kleine, schrittweise Änderungen unternehmen und als tägliche Routinen beibehalten.
  6. Fokus auf die Dinge legen, die wirklich wichtig sind. IKIGAI: Was liebe ich? Was kann ich gut? Was braucht die Welt? Wofür werde ich bezahlt?
  7. Empathisch sein im Umgang mit anderen, gemeinsam die Freude ins Zentrum stellen und sich selber nicht immer allzu ernst nehmen.

So, das ist es. Eine kleine minimalistische Liste mit viel Potenzial.

Tourism Hackathon 2021 – Gibt es ein Schweizer Dorf, das bereit ist, ein Digitales Nomadendorf zu werden?

Ein wunderbares Team von 12 Remote Work Pionieren und Tourismusexperten (Hazique Memon, Fanny Caloz, Pascal Eisenhut, Pascal Gebert, Marcel Gasser aka the business buddha, Birgit Pestalozzi, Marcelle Christen Einsiedler, Jacqueline Hutter, Ilona Klama und Sarah Zingerli und ich) hat an den offiziellen Tourismus Hackdays von HotellerieSuisse, Opendata.ch, HSLU Hochschule Luzern und Touristofficelab zwei Tage lang an dieser Frage gearbeitet. Das haben wir herausgefunden.

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Digitale Nomaden wählen ihre Reiseziele anhand mehrerer Faktoren, die sowohl das Leben als auch das Arbeiten in einem bestimmten Land beeinflussen. Die wichtigsten Faktoren sind die 7 Cs: Community, Coworking, Coliving, Conferences, Colearning, Collaboration & Cobalancing

Mit der Swiss Remote Work Academy beraten wir nun Tourismusmanager, Hoteliers und Gemeinden bei der Planung und Umsetzung von Coworking- und Coliving-Angeboten für Remote Worker und digitale Nomaden in Schweizer Tourismusdestinationen.

Swiss Remote Work Competence Center

Mit einem Konsortium von drei Unis und einer Fachhochschule habe ich ein Flagship-Forschungsförderungs Projekt bei der Innosuisse eingegeben und wir warten nun gespannt auf Antwort, ob wir die zweite Phase bis Mitte August 21 antreten können.

Das übergeordnete Ziel des Flaggschiffs ist es, den Wert der Schweizer Arbeitskräfte als global attraktiv und hoch wettbewerbsfähig zu bewahren. Wir erreichen dieses Ziel mit einer einzigartigen Mischung aus Unterstützung für die menschliche Komponente, Remote Work Kompetenz und fortschrittlicher psychologischer Unterstützung.

Zusammen mit der HWZ arbeite ich unabhängig vom Innosuisse Entscheid intensiv an einer Vorstudie zum geplanten Swiss Remote Work Competence Center.

Inspirationen der letzten Monate

  • Podcast mit Greg McKeown zu How To Make Life Effortless – Expect to learn why the usefulness of working runs out more quickly than you might think, how Effortless relates to Essentialism. Relaxing is a responsibility.
  • Podcast mit Katy Milkman – How to Change? The Science of Getting From Where You Are to Where You Want to Be. Science-based approach to achieving your goals. The amount of methods and tips we hear that are meant to help us change can turn into a foggy mess, leaving us chasing our tails.
  • Podcast mit Frédéric Laloux Autor von Reinventing Organizations – Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit.
  • Podcast mit  Cal Newport – How To Master Your Email Overload – Emails werden durchschnittlich alle 6 Minuten gecheckt, was zu Flow-Unterbrechungen von bis zu 18 Minuten führen kann (Content Switch). Angst und Unternehmenskultur treiben dieses für Deep Work schädliche Verhalten an. Produktivitätshacks lösen das Problem langfristig nicht, wichtig ist, die Störung an der Wurzel zu beheben und Abmachungen im Team zu treffen, wie auf E-Mails reagiert wird. -> z.B. Pingpong verhindern, Calendly für Terminfindung, Office Hour im Slackchannel und shared Docs zum Brainstorming.
  • Podcast mit Tony Jamous, CEO at Oyster – Why remote companies should hire globally – Hiring a distributed team has traditionally been complex. Tony Jamous was set on fixing this problem by helping facilitate the connection of talent and opportunities on a global scale. Enter Oyster – a distributed talent enablement platform. Full transcript
    Den Podcast mit Tony empfehle ich allen wärmstens, die sich ein Bild der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft machen wollen, in 30 Minuten werden alle relevanten Remote-Themen angesprochen: 1.5 Milliarden Knowledgeworker aus emerging economies treffen auf die 80 Mio. Personen, die wegen dem Fachkräftemangel in Westeuropa fehlen. Die Diversity bringt den Remote First Firmen einen entscheidenden Wettberbsvorteil. Mit Fokus auf Remote Work werden die zentralen Fragen einer zukünftigen Generation angesprochen: Asynchrone Kommunikation, offene Dokumentation, Karrieremöglichkeiten für alle auch wenn sie nicht im Büro sitzen, psychisches Gesundheit ohne Always on, Chancengleichheit für Eltern, Behinderte und Personen aus abgelegenen Orten, Umwelt- und Ressourcenschutz da es wegen dem Wegfall des Pendelns keine Grossstädte mehr braucht, mehr Gemeinschaftssinn in der lokalen Wohnumgebung und mehr Familienzeit. Gefordert ist ein Up- und Reskilling (siehe BCG-Report „Decoding Global Reskilling and Career Paths“, April 2021), um die erforderlichen Skills für Remote Work zu erlangen, damit ist vor allem das Mindset gemeint.
  • Buch von Lothar J. Seiwert: Wenn du es eilig hast, gehe langsam: Mehr Zeit in einer beschleunigten Welt. Ich habe zwar das Buch nicht gelesen, aber der Titel war mir Inspiration genug.
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