Neue Inspirationen aus Südkorea und Japan - Rolf und Lorenz zusammen unterwegs

Neue Inspirationen aus Südkorea und Japan – Rolf und Lorenz zusammen unterwegs

Ich wollte schon lange mal nach Südkorea, vielleicht wegen der vielen News, die ich in den letzten Jahren von diesem Land gelesen habe. Zum Beispiel, dass Südkorea bis 2030 über 2.2 Milliarden in Roboter investiert und sogar unvorstellbare 427 Milliarden in Halbleiter bis ins Jahr 2047 – Vollgas. Technisch ganz vorne mit dabei, auch mit AI immer einen Schritt voraus. Das wollte ich mir anschauen. Irgendwann habe ich Rolf davon erzählt und er hat sich sofort ohne Zögern angeschlossen, so cool! Unsere Partnerinnen sowie meine Schwiegereltern haben die Kinderbetreuung zu Hause sichergestellt, an dieser Stelle ganz herzlichen Dank dafür!

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Die Metrokarte muss noch in bar geladen werden

Mitte März 2024 war es dann endlich soweit. Ein günstiger Flug mit Ethiad via Abu Dhabi nach Seoul, ein paar Stunden zum Umsteigen und dann eintauchen in die vielen neuen Eindrücke von Asien. Angekommen in Incheon haben wir uns noch am Flughafen die Tmoney Karte geholt, das hat bestens geklappt, allerdings ist das Aufladen nur mit Bargeld möglich. Danach ist es super praktisch mit dieser Karte: U-Bahn, Bus und in vielen Läden das bevorzugte Zahlungsmittel.

Übernachten mitten in Seoul, im 57 Myeongdong Hostel

Das Hostel 57 Myeongdong ist zweckmässig, mittendrin. Die Zimmer klein, so ca. 15m2, aber für drei Nächte völlig ok. Zum Frühstück Sushi und etwas Toast mit Erdbeer-Konfi (später habe ich gemerkt, dass es überall nur Erdbeer-Konfi im Angebot hat, nie Auswahl erwarten). Wir haben viel gesehen in diesen drei Tagen, machten einen Fussmarsch auf den Hausberg Namsan und klebten dort einen dnch-Kleber an bester Lage an. Das Essen war sehr authentisch, wir landeten immer wieder in kleinen Restaurants die nicht auf Google Maps sind aber bei den Locals offensichtlich sehr beliebt sind. Wir reisten ins Unigebiet, da gibt es tolle Cafés und natürlich nach Gangnam, wegen diesem Video.

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30 GB Daten für 13$, per eSIM

Wir kauften uns bei MobiMatter 30 GB Daten ein, alles online, ohne eine Sim-Karte wechseln zu müssen. Das klappt bestens auf unseren Apple und Motorola Handys der neusten Generation. 30GB / 30 Tage Daten von MobiMatters für $13.99, falls du das auch möchtest, hier mein Referral-Code (wir kriegen beide $5) LOREN23284 für MobiMatter (bei der Buchung vor dem Abschluss eingeben, Achtung nicht alle Handys sind eSIM-tauglich). Das Netz ist gut, überall WLAN, wirklich überall. Am Strand, in jedem Restaurant, im Bus… Wir hatten am Schluss mehr als genug Daten übrig nach einer Woche.

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Fussgängerampel ist im Boden eingebaut

Wie praktisch ist das denn, Fussgänger brauchen nicht mehr von ihrem Handy aufzuschauen, die Ampel ist direkt im Boden eingebaut. Wäre froh gewesen, wenn das in Japan auch so wäre, da ist nämlich Linksverkehr 😉

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Jetzt beginnt das Reisen – Spontan mit dem Zug nach Busan ans Ostmeer

Wir entscheiden uns, spontan mit dem KTX-Schnellzug nach Busan zu fahren. Busan liegt am Ostmeer und ist in etwas mehr als vier Stunden erreicht. Alles hat bestens geklappt mit dem Zug. Das Ticket muss nicht ausgedruckt werden, man sollte einfach auf seinem gebuchten Platz sitzen, dann gilt das als kontrolliert. Nach etwas mehr als vier Stunden erreichen wir die zweitgrösste Stadt Südkoreas.

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Siebtgrösster Hafen weltweit

Ehrlichgesagt habe ich von Busan bis zu unserer Reise dorthin noch nie etwas gehört. Und es ist jetzt nicht so, dass Busan eine sehr kleine Stadt wäre, immerhin 3.3 Millionen Einwohner und der siebtgrösste Hafen weltweit, noch vor Rotterdam. 2030 findet hier die World Expo statt und das spürt man deutlich, es wird intensiv gebaut. Unser Hotel war gut gelegen, mit Topblick auf das alte Hafenbecken, an dem ein paar hippe Cafés und Restaurant eingezogen sind, die wir natürlich der Reihe nach getestet haben. Das Lavalse Hotel bietet einen tollen Blick auf die Stadt, im Rooftop kann man wunderbar am Laptop arbeiten.

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Mit der Fähre von Südkorea nach Japan

Die Queen Beetle hat uns in etwas mehr als 3h 40 Minten wunderbar bequem nach Japan gebracht, die Strecke Busan-Fukuoka hat uns pro Person ca. 100 CHF gekostet, total ¥ 34,800 für 2 Personen. Dummerweise hatte ich genau auf dieser Überfahrt am Schluss noch einen Call, den ich beim Buchen total vergessen hatte. Das Experiment ist tatsächlich knapp geglückt. Dank dem, dass die Fähre am Schluss nah an ersten japanischen Inseln vorbeifährt, konnte ich schon meine neue eSim mit japanischen Daten verwenden. Zuerst Teams im Audio-Modus, dann die letzten 30 Minuten sogar mit Video.

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Fukuoka – Tolle japanische Stadt an der Westküste

Fukuoka, die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur in Japan, befindet sich an der Nordküste der Insel Kyushu. Die Stadt ist berühmt für ihre historischen Tempel, malerischen Strände und moderne Einkaufszentren wie die Canal City.

Rolf ist von hier weiter nach Kyōto und Shanghai weitergereist, ich bin gemütlich noch drei Tage länger geblieben und habe mir den Fukuoka Tower, den ersten Zen-Tempel in Japan (Shōfuku-ji) sowie die Canal City Hakata Shopping Mall angeschaut.

Dieses wird oft als eine „Stadt in der Stadt“ beschrieben und bietet eine Vielzahl von Einrichtungen wie Geschäfte, Cafés, Restaurants, ein Theater, ein Spielezentrum, Kinos, zwei Hotels sowie einen Kanal, der den Komplex durchzieht.

Hier gibt es Geschäfte zu sehen, die auch nach 10 Minuten noch ein paar Rätsel aufgeben, was eigentlich ganz genau verkauft wird und wozu man das alles brauchen könnte. Am besten haben mir die unendlich vielen Automaten gefallen, aus denen man für 300 Yen ein Figürchen rauslassen kann, was ich natürlich als Mitbringsel gemacht habe.

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Kostenloser Coworking Space in historischem Gebäude: Ein innovatives Konzept gegen den Fachkräftemangel

Ein paar Minuten weiter stiess ich auf ein faszinierendes Angebot: Ein kostenloser Coworking Space in einem historischen Gebäude – das Engineer Cafe. Diese Initiative ist nicht nur ein Schritt zur Förderung von Gemeinschaft und Zusammenarbeit, sondern auch eine kreative Antwort auf den Fachkräftemangel im ICT-Bereich. Die Idee, einen solchen Raum einzurichten, um talentierte Fachkräfte anzuziehen und zu halten, ist bemerkenswert.

Die Förderung von Coworking Spaces kann nicht nur die Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen fördern, sondern auch ein Umfeld schaffen, in dem Fachkräfte gedeihen können. Als jemand, der in der Schweiz lebt und arbeitet, kann ich mir gut vorstellen, dass ein ähnliches Konzept auch hier von grossem Nutzen sein könnte. Public-Private-Partnerships mit etablierten Playern in den Bereichen Coworking, Coliving, Bildung, Tourismus und Standortförderung könnten eine dynamische Lösung bieten. Wer hilft mit?

Das Engineer Cafe in Fukuoka ist ein perfektes Beispiel für eine solche Initiative. Als Teil der „Engineer Friendly City Fukuoka“ Initiative bietet es nicht nur einen Raum zum Arbeiten, sondern auch Beratung für Computeringenieure und diejenigen, die es werden wollen. Diese Art von Unterstützung ist entscheidend, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Talente gedeihen können.

Es ist inspirierend zu sehen, wie eine Stadt wie Fukuoka aktiv Maßnahmen ergreift, um den Fachkräftemangel anzugehen und gleichzeitig eine lebendige und innovative Gemeinschaft aufzubauen. Hoffentlich können ähnliche Initiativen auch anderswo erfolgreich umgesetzt werden, um die Herausforderungen des Fachkräftemangels anzugehen und die Zukunft der Arbeit zu gestalten.

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Rückflug mit Air Seoul nach Incheon

Es ist leider wieder soweit und ich begebe mich auf die Rückreise, mit einem Zwischentag in Incheon. Der Flughafen in Fukuoka ist viel grösser als ich gedacht habe, es gibt zwar eine direkte Metrostation, diese ist aber nur für die Domestic Flights bestimmt. Wer weiter will muss von da nochmals einen Bus nehmen. Alles halb so wild, wenigstens hat der Flughafen super Möglichkeiten noch etwas an meinem Blogbeitrag zu feilen. Selbstverständlich mit schnellem und kostenlosem WLAN, auch in Japan habe ich die 10 GB Daten kaum gebraucht, dank der tollen Abdeckung mit WLAN brauche ich die Daten unterwegs vor allem für die Navigation mit Google Maps.

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Shopping in der Bupyeong Station Underground Shopping Mall mit über 1400 Läden

Nix für mich, eigentlich nur Mode und Handyhüllen, aber die Grösse hat mich erschlagen, das muss man einfach mal gesehen haben. Zum Abschluss nochmals authentisch und endlich auch mit Running Sushi. Der Info-Monitor in der Mall führt bereits per AI und Spracheingabe durch die Angebote. Toll wars, die Eindrücke der letzten zwei Wochen total überwältigend und doch war es sehr angenehm und weniger hektisch, als ich erwartet hatte.

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Chinatown zum Abschluss

Den letzten Tag habe ich im Chinatown von Incheon verbracht, nocheinmal ein kompletter Kulturwechsel.

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Alle 12 Sekunden rollt hier ein neues Auto vom Band

Hyundai betreibt in Südkorea die zweitgrösste Fabrik der Welt, in der alle 12 Sekunden ein Auto produziert wird. Per Zufall bin ich mit dem Bus daran auf dem Weg zum internationalen Flughafen Incheon vorbeigefahren. Eindrücklich!

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Und tschüss – Der Roboter spricht noch kein Deutsch

Zum Abschied habe ich noch kurz mit dem Roboter am Flughafen sprechen wollen. Mein Deutsch und Englisch hat er nicht verstehen wollen, er antwortete stur auf koreanisch. Mal schauen ob das in ein paar Jahren auch noch so ist…

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Fazit: Das hat mich inspiriert!

  • Günstige Daten und schnelles Internet überall. WLAN-Codes gross und gut angeschrieben, du musst nicht suchen oder sogar danach fragen.
  • Überall kannst du am Laptop arbeiten, keine komischen Blicke, weil du in einem Kafi arbeitest. Meistens auch gut eingerichtet mit Steckdosen usw.
  • Reisen ist total unkompliziert, mit den Money-Cards, allerdings gibt es noch einen Medienbruch, die Aufladung kann nur in Bar erfolgen.
  • Das Hauptgebäude von Samsung in Seoul ist schlicht und funktional gehalten.
  • Überall Kameras CCTV ist sehr präsent. Wir haben mal eine Notfallbenachrichtigung erhalten, in der ein Senior gesucht wurde. Kurz auf den Link geklickt und schon sieht man die Orte, wo er sich überall aufgehalten hatte in Kameramitschnitten.
  • In Südkorea schwingt immer auch die Angst mit, dass der Norden einen Angriff vorbereitet. Es gibt überall Shelters, in die man sich im Notfall zurückziehen könnte. Die Notfallbenachrichtigung auf dem Handy, die jeden Tag mindestens einmal aufpoppt, lässt einem schon etwas zusammenzucken, meistens sind es dann zum Glück nur Peanuts wie ein Zugausfall oder so etwas.
  • Google Maps funktioniert schlecht in Südkorea, besser Alternativen wie Naver App benutzen
  • Google Translate ist super hilfreich, um koreanische oder japanische Schriftzeichen mit der Kamerasuche „Wort-für-Wort“ zu übersetzen (z.B. die Toilettenspülung ;-). Wenn es um Simultanübersetzungen geht, in der die andere Seite etwas eintippt oder sogar direkt reinspricht kann ich Microsoft Übersetzer empfehlen, da ist der Bildschirm geteilt.
  • Das Preislevel ist höher als sonst in Asien, wir haben für Hotels zwischen 50-100 CHF bezahlt pro Nacht für ein Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten. Das Essen ist super günstig, wenn man in lokalen Restaurants isst.
  • Die Steckdosen-Norm in Südkorea ist praktisch, genau gleich wie in Europa (z.B. Deutschland). In Japan ist es ein anderes System mit den zwei parallelen, flachen Stiften. Dies kann bei mir manchmal Probleme geben, da es oft nur zweipolige Anschlüsse gibt. In den Wohnungen gibt es aber bei der Waschmaschine oder in der Küche meistens auch einen Anschluss mit drei Polen (Erdung).
  • Es gibt überall Waschmaschinen und meistens auch Trockner, sogar in Hotels und in Appartments.
  • Der Versuch, in Fukuoka Postkarten auf Papier zu kaufen, ist mir nicht gelungen, es war aber super einfach, Postkarten per Canva selber zu gestalten und im Seven-Eleven Shop um die Ecke per USB auszudrucken. Es würde auch über eine App direkt vom Mobile aus gehen, die konnte ich aber bei mir wegen eines Kompatibilitätsproblem (Länderspezifisch) nicht installieren.
  • Wenn man nach der Herkunft gefragt wird, besser mit Swiss als Switzerland antworten, das wurde immer besser verstanden. Wenn man dann noch mit „Heidi“, „Shaqiri“ und „Interlaken“ ergänzt ist alles klar.
  • Spontanes Reisen in der Nebensaison ist sehr einfach möglich. Wir hatten nur die ersten drei Nächte in Seoul gebucht, der Rest entstand spontan. Bei der Ausreise mit der Fähre möchten sie sehen, dass man einen Anschluss für die Ausreise aus Japan gebucht hat. Wir haben das kurz vor der Abreise aus Busan noch schnell nachgeholt.
  • Mastercard wurde nicht überall akzeptiert (K-ETA, Bus in Fukuoka usw.) Visa war nie ein Problem.
  • Südkorea hat mit 0.78 Kindern / Frau die tiefste Geburtenrate der Welt. Wie wird sich das in den nächsten Jahren auf die Gesellschaft auswirken? Hierzu ein spannender Artikel in der NZZ.

Zusammenfassend muss ich nach dieser Reise noch ein wichtiges Zitat erwähnen, das mich immer wieder antreibt, solche Erlebnisse mit hoher Dringlichkeit und höchster Priorität durchzuführen:

Do what you want, when you want, with whom you want for as long as you want on your own terms – Morgan Housel, Definition of Wealth

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