5 1/2 Wochen Roadtrip nach Porto mit Auto und Zelt
In über 5 Wochen durfte ich zusammen mit meiner Familie einen wunderschönen Roadtrip nach Porto und zurück unternehmen. Total 4052 Kilometer, gemütlich, immer wieder längere Zeit vor Ort in schönen Campings verbracht und versucht, einigermassen brauchbares WLAN und mobile Daten zu finden.
Frankreich in den Bergen bei Clermont Ferrand – Camping Le Mont Bartoux – Weitsicht mit gutem Netz
Toller Start in der Auvergne, nach knapp vier Stunden Fahrt ab Kerzers FR konnten wir das Zelt zum ersten Mal aufstellen. Ein Camping mit Weitsicht, irgendwo in den Weiten von Frankreich. Das Arbeiten aus dem Zelt funktionierte hier ganz gut, per Mobile sehr guter Empfang.

Frankreich am Meer bei Biarritz – Camping l’Airial Campingplatz Frankreich – WLAN nur an der Reception
Fünf Nächte in einem Camping mit tollem Pool, dank dem grossen Zelt ein schattiger Platz inmitten der Langzeitcamper.

Kantabrien Camping Playa del Regaton, zwischen Santander und Bilbao – Schönster Sandstrand Nordspaniens
Am längsten Sandstrand in Nordspanien liegt dieser kleine und feine Camping, sehr zu empfehlen, wenn man auch ein wenig Baden möchte (auf der anderen Seite von Laredo, mit dem Auto in ca. 5 Minuten zu erreichen). Ein Ausflug ins Guggenheim Museum in Bilbao darf da natürlich nicht fehlen.

Santiago de Compostela Airbnb Loft im nordischen Stil in Santiago City – Top Arbeitsplatz
Das schönste am Reisen mit Zelt und Auto ist, dass man zwischendurch ohne grossen Aufwand auch mal in ein Airbnb wechseln kann. Die Autobahnen in Nordspanien waren menschenleer und sogar mautfrei. Endlich mal wieder schnelles Internet im Loft. Apartamentos Ciudad Santiago.

Treffen mit Rolf und Samira zum Feiern ihres 5-jährigen Hochzeitsjubiläums
In Porto haben wir zusammen mit 14 Erwachsenen und Kindern während 5 Tagen ihr Hochzeitsjubiläum gefeiert. Tolle Zeit mit viel gutem Essen und zahlreichen Apéros! Luxuriös und zentral gewohnt im Oporto Serviced Apartments – 1858.

Portugal im Landesinneren bei Braganca – Parque de Campismo Cepo Verde – Pool und feines Restaurant
Wow toll, das portugiesische Hinterland war super, endlose Wälder, ein Camping mit tollem Pool und von einem Besitzer geführt, der locker auch ein Fünfstern Hotel managen könnte. Weisses Hemd, fährt er Gäste nach der Ankunft per Golfwagen zu den verfügbaren Plätzen, aus denen man sich einen aussuchen darf.

Burgos Booking Apartamento Santa Agueda – 5 Minuten von der Kathedrale
In Burgos muss man sich unbedingt die Catedral de Burgos anschauen.

Zaragoza Booking Casa Susana – Mittendrin – Das könnte der nächste Digitale Nomaden Hotspot werden
Ich hatte keine Ahnung, was uns in Zaragoza erwartet. Unsere Erwartungen wurden total übertroffen. Eine 600’000 Einwohner grosse Stadt, die ohne weiteres das Potenzial hat, die nächste Metropole für digitale Nomaden zu werden. Tolle Restaurants, angenehmes Preislevel, in der Innenstadt alles zu Fuss erreichbar. Leckere Tapas in der Tube-Gasse.

Argelès-sur-Mer auf dem Camping le Roussillonnais – Pied à l’eau
In Argelès haben wir unsere Freunde aus München getroffen. Ein toller Campingplatz direkt am Meer (ohne Strasse dazwischen). Leider hat es während unseres Aufenthalts einen grossen Waldbrand gegeben und wir haben beschlossen, zwei Tage früher als geplant abzureisen.

Zwischenhalt in der Nähe von Montpellier – Le Patio 34 – Paradies inmitten von Pferden und Wäldern
Nachdem wir nach der abrupten Abreise abends aus Argelès eine Nacht auf einer Autobahnraststätte im Auto verbracht haben, wollten wir zum Ausspannen noch eine schöne Unterkunft unterwegs zum Entspannen, bevor wir via Zwischenstopp im ACE Hotel in Valance wieder zurück nach Hause fahren. Das Patio 34 ist dafür sehr zu empfehlen.

Meine Learnings
- WLAN auf Campings in Frankreich ist wirklich, wirklich nie (!) brauchbar.
- Auch Daten vom Mobile per Handy sind auf grossen Campings sehr sehr langsam… Man teilt sich die Antenne mit mehreren tausend Urlaubern. Sogar für Zoom mit ausgeschalteter Kamera hats nicht gereicht.
- Die Autobahnen im Norden von Spanien sind menschenleer und kostenlos.
- Man kann sogar im Norden Spaniens super baden (Laredo).
- Kein neues Learning, aber immer noch sehr sehr wichtig: Beim Reisen mit der Familie so wenig arbeiten wie möglich. Wir haben immer fixe Zeiten am Morgen für die Arbeit reserviert, danach den Tag mit den Liebsten geniessen, wenn es irgendwie geht. Das ist ein Privileg von Selbstständigen. Bei uns nur dank eines flexiblen Arbeitszeitmodells meiner Frau möglich.
- Meetings wenn es geht immer asynchron organisieren, allenfalls bei schlechten Internet-Speeds besser per Telefon kommunizieren als per Zoom oder MS Teams.
- Internet Speed kann bei schlechtem WLAN mit Speedify und mobilen Daten aufgepeppt werden, 2 GB kostenlos pro Monat. Wie man 2 mobile Datenanbieter für eine Session kombiniert, habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden (Workaround: mit zweitem Handy Hotspot machen und dann das Signal mit Speedify dazumischen).
- Konzepte schreiben, die keinen synchronen Kontakt zu anderen bedingen, ist für mich immer noch die beste Version des ortsunabhängigen Arbeitens.
- In der Hochsaison lohnt es sich tatsächlich, die Campings und Airbnbs ein paar Monate vorher zu buchen und dann einfach die Route abzufahren. Sehr entspannend!
- Der Anbieter für Prepaid Daten Digi in Spanien ist gut und günstig. Dank dem EU-Abkommen sind die Daten (teilweise) auch im restlichen EU-Raum (ohne Schweiz) nutzbar. Ich habe für 20 GB Daten nur 12 Euro bezahlt (monatlich). Von den 20 GB konnten 8 GB auch in Frankreich weitergenutzt werden. Gekauft im Movi Led in Burgos. Ansonsten habe ich ein Coop Mobile Abo für CHF 14.95 pro Monat (Swisscom, 7 GB pro Monat, akkumuliert) mit der Option EU Pass (CHF 10.- / Monat) können damit alle angesammelten Daten im EU-Ausland genutzt werden, keine Gebühren für ankommende Telefonanrufe und ohne Zusatzkosten für getätigte Anrufe auf Mobiles und Fix in ganz Europa inkl. Schweiz.







