Unter Freelancing versteht man die selbständige Tätigkeit als Einzelperson. Die wichtigsten Einsätze finden sich im Schreiben, grafischem Design, Programmieren, Customer Service, Internet Marketing und Übersetzungen. Der Vorteil von Freelancing ist, dass man mit geringen Fixkosten starten kann. Die Investitionen sind sehr klein, was man für dieses Geschäft braucht, ist in der Regel alles bereits vorhanden und muss nicht extra beschafft werden. Laptop und Smartphone, zum Teil kann sogar auf teure Software verzichtet werden, indem die Arbeiten zum Beispiel über Google Docs erstellt werden oder mit Open Source Programmen wie Open Office gearbeitet wird. Der Nachteil von Digitale Nomaden – Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben? Kapitel: Analyse 15 Freelancing liegt ganz klar darin, dass es in dieser Branche sehr viel Konkurrenz gibt. So sind beispielsweise auf der Plattform Elance knapp 140‘000 Anbieter registriert. Die Konkurrenz unterbietet sich teilweise mit sehr tiefen Preisen, so dass viele Projekte aus finanzieller Sicht nicht mehr interessant sind.
Mit Affiliate Marketing kann man Geld verdienen, ohne eigene Produkte zu verkaufen. Das Einkommen wird dadurch generiert, dass man anderen Leuten Produkte empfiehlt. Der Vorteil ist, dass man rasch in dieses Gebiet einsteigen kann, ohne die Details der Produkte und deren Entwicklung kennen zu müssen. Das einzige was man machen muss, ist einen Affiliatelink in seine Website einzubauen, wenn danach ein Kunde via diesen Link ein Produkt bestellt, erhält man vom Anbieter eine Provision. Es ist wichtig zu wissen, dass auch hier bedingt durch eine grosse Konkurrenz und den niederschwelligen Eintritt zum Teil nur sehr kleine Provisionen bezahlt werden.Viele der Plattformen stammen aus dem englischsprachigen Markt. Mit einer kleinen Umfrage in der Facebook-Gruppe ‚Digitale Nomade‘ (Chimoy, 2013) sind noch spezifische Angebote aus dem deutschsprachigen Raum dazu gekommen. Da der Affiliate-Markt gross und ziemlich unübersichtlich ist, wird empfohlen, sich auf eine oder ein paar wenige Plattformen zu konzentrieren.

Viele Kunden haben die Massen-Konsumware satt und sind auf der Suche nach exklusiven, handgemachten Waren. Sie sind bereit für schöne Einzelstücke viel zu bezahlen. Wer ein Talent fürs Kunsthandwerk hat, kann hier auf schnelle Art und Weise zu Kunden kommen.

Unter CPA (Cost per Action) versteht man das Provisionsmodell mit vordefinierten Aktionen (Zum Beispiel das Abonnieren eines Newsletters oder das Abschliessen einer Versicherung). Im Gegensatz zum Affiliateprogramm werden hier die Provisionen ausbezahlt, wenn eine bestimmte Aktion des Kunden durchgeführt wurde. Der Kunde bezahlt dafür keinen Aufpreis. CPA kann sehr lukrativ sein, wenn man die richtigen Dienst anpreist.
Der Nachteil besteht darin, dass das Anmeldeverfahren im Vergleich zu anderen Online-Marketing Systemen aufwändiger ist.

Beim Content Revenue Sharing geht es darum, eigenen Inhalt auf anderen, weit verbreiteten Websites zu veröffentlichen. Der Vorteil ist, dass man damit mehr Traffic generieren kann, als wenn man den Content nur auf dem eigenen Blog veröffentlicht. Als zusätzliche Belohnung erhält man einen kleinen Anteil am Gewinn, den die Website erwirtschaftet.

Video Marketing ist ein rasch wachsender Markt. Viele Leute ziehen es heute vor, ein Lernvideo anzuschauen, als einen langen Text zu lesen. Gerade im Software- Schulungsbereich setzt sich das Video immer mehr durch. Es gibt bereits einige Anbieter, die vom Video Marketing auf YouTube leben können. Der Weg zum Erfolg besteht vor allem darin, dass man mit den Videos für den Kunden einen grossen Mehrwert generiert. In meiner CAS-Arbeit in Online Services mit dem Titel ‚Aufbau einer virtuellen Plattform zum Erlernen und Vertiefen des CMS Joomla mittels Screencasts. Erarbeitung der konzeptionellen und technischen Anforderungen für einen (teil-)ortsunabhängigen Betrieb der Schule‘ (Ramseyer, 2013), habe ich aufgezeigt, wie mittels eines Subscription- Modells, welches auf einer einfachen Schnittstelle des Conentmanagementsystems Joomla mit Paypal basiert (Schnittstelle SP Paypal Subscriptions), ein Zusatzeinkommen mit Lernfilmen generiert werden kann.
Eine neue Art, im Internet Geld zu verdienen, ist Site Flipping. Beim Site Flipping geht es darum, dass man bestehende Websites aufkauft, um sie dann kurz darauf für ein Mehrfaches des Preises wieder weiterzuverkaufen. Es ist wie beim realen Immobilienhandel so, dass für dieses Geschäft auch viel gearbeitet werden muss. Müssen im realen Leben, die erworbenen Häuser und Wohnungen vor dem Weiterverkauf erst mal saniert werden, so geht es im Site Flipping ebenfalls darum, mit der Reparatur einen Mehrwert zu schaffen. Dies geschieht, indem man die Websites so herrichtet, dass sie viel Traffic generieren und dadurch einen höheren Gewinn abwerfen, wenn sie wieder verkauft werden.
Bloggen und vor allem Reisebloggen ist eine sehr beliebte Art, wie Digitale Nomaden versuchen im Internet Geld zu verdienen. Da das Reisen bei den meisten Digitalen Nomaden als wichtiger Teil ihres Lebens betrachtet wird, ist es naheliegend, damit auch Geld verdienen zu wollen. Wenn man allerdings betrachtet, wie viele Reiseblogs es bereits gibt, ist es unverzichtbar, sich eine Nische auszusuchen, um nicht mit zu vielen Mitstreitern zu konkurrieren.

Question and Answers Websites helfen dabei, wenn es darum geht, eine personalisierte Antwort auf eine Frage zu finden, die nicht per Suchmaschine gefunden werden kann. Wenn man Experte in einem speziellen Gebiet ist und über spezielle Kenntnisse verfügt, kann man hier etwas Geld dazu verdienen.

Bezahlte Umfragen auszufüllen, ist wahrscheinlich der einfachste Weg, um online Geld zu verdienen. Dazu muss erwähnt werden, dass die Bezahlung eher schlecht ist, sich aber als Zusatzverdienst lohnen kann.

Unter PPC Marketing versteht man die Möglichkeit, Werbeanzeigen in den Suchresultaten einer Suchmaschine anzeigen zu lassen. Dies ist zwar ein kostenpflichtiger Dienst, kann aber dazu führen, dass man Ware oder Dienstleistungen, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt verkaufen will, besser vermarkten kann.

Ein wichtiges Ziel eines Internetmarketing-Profis ist es, eine möglichst grosse Anzahl an Abonnenten eines Newsletters zu sammeln. Viele Digitale Nomaden versuchen, ihre Produkte wie Ebooks so zu verteilen, dass man mindestens die E-Mail-Adresse angeben muss. Dies geschieht nicht, um vermeintlich rasches Geld mit Spamversänden zu machen. Vielmehr geht es darum, einen Kundenstamm aufzubauen, der empfänglich ist für hochwertigen Content. Diese Kunden sind dann gerne auch mal bereit, für einen Dienst zu bezahlen oder ein Abonnement abzuschliessen.

Eine risikoreiche Art online Geld zu verdienen, geschieht über sogenannte Investing und Lending Plattformen. Dabei kann man Mikrokredite verleihen und diese dann mit einem Profit später wieder zurückerhalten. Die Möglichkeiten des Daytradings mit Aktien und Wechselkursen sind ebenfalls sehr vielfältig, bergen aber finanzielle Risiken. Diese Handelsarten eignen sich nur für Investoren, welche die damit verbundenen Risiken abschätzen können.

Im Bestseller ‚The $100 Startup‘ (Guillebeau, 2012) wird eindrücklich beschrieben, warum die Modelle ‚continuity program‘, ‚membership site‘ und ‚subscriptions‘ so gut funktionieren. Die drei Modelle bedeuten im Grunde genommen dasselbe: Immer wieder von den gleichen Kunden bezahlt werden, meistens für den Access zu einem Service oder dem regelmässigen Liefern eines Produktes. Dabei gibt es zwei variable Werte, welche den Gewinn am Ende steuern, zum einen sind dies die Anzahl Subscriber und zum anderen der Preis für das Angebot.