Was würdest du tun, wenn du nur noch 3 Monate zu leben hättest?

Nach 4 Jahren das erste Treffen mit meinem Freelancer in Manila

Meeting mit Freelancer Michael in Manila

Meeting mit Freelancer Michael in Manila

Michael war mein erster Freeelancer, den ich über die Vermittlungsplattform joomlancers.com kennengelernt habe. Er hat damals die Website für DJ Kai gemacht. Nach diesem erfolgreichen Projekt war sofort klar, dass wir weitere Arbeiten in Angriff nehmen werden. So sind nun 4 Jahre verflogen, in denen wir fast täglich per E-Mail kommunizieren, aber nicht ein einziges Mal zusammen telefoniert haben, geschweige denn, uns jemals getroffen haben.

Manila – hektische Millionenstadt

Nun konnte ich es endlich einrichten, Michael in seiner Heimatstadt Manila auf den Philippinen zu besuchen. 14 Stunden Flug mit Emirates über Dubai und dann direkt in die hektische Millionenstadt Manila. Bedingt durch einen grossen Stau am Freitagabend, erreichte ich mein Hotel erst in über 2.5h langsamer Stop-and-Go-Fahrt, eine Strecke die eigentlich in weniger als 30 Minuten zu machen wäre.

Taifun Haiyan

Neben dem Business wurden natürlich immer wieder aktuelle Ereignisse aus unseren Leben diskutiert, so standen wir zum Beispiel während des Taifuns Haiyan 2013 auf den Philippinen in engem Kontakt, oder als Michael vor einem Jahr zum ersten Mal Vater wurde.

Plötzlich steht er nun also vor mir, ich komme mir etwas schäbig vor, er hat mir 2 Stoffsäcke voller Souvenirs und Köstlichkeiten aus den Philippinen mitgebracht (Nüsse, Biscuits, Philippinenjacket und Tasse usw.)

Das einzige was ich für ihn habe ist ein Paket mit Schweizer Schokolade, aber er freut sich sehr über das Mitbringsel von weit her.

Meeting in der Dakota Bar an der Weltkarte

mike_manila_2016_02Die nächsten Stunden verfliegen wie im Flug, wir unterhalten uns über unzählige Kundenprojekte, die wir bereits gemeinsam realisiert haben. Lachen oft, vor allem wenn es sich um alte, mühsame Geschichten handelt, wo Kunden viele Änderungen an der Website wollten und es dadurch zu einem unendliches hin und her wurde.

Wir essen typische philippinische Gerichte (Lechon Kawali) und wie es der Zufall will, sitzen wir in der Dakota Bar an einem Tisch mit einer grossen Weltkarte drauf. Das ist genau was wir gebraucht haben. Die Welt wird auch optisch übersichtlich. Wir zeigen uns, wo wir bereits waren, oder welche Ziele von den Philippinen aus besonders beliebt sind. Beide waren wir 2008 gleichzeitig in Perth, Australien. Er bei seinem Onkel, ich als Kameramann bei Access31.

Viel Bier fliesst an diesem warmen Nachmittag in Manila, wir unterhalten uns natürlich auch über die weitere Entwicklung unseres Web-Business. Michael ist daran eine Plattform für SEO (Search Engine Optimization) aufzubauen und hat auch schon einige Ideen, wie wir das gemeinsam umsetzen können.

Dienstleistung Joomla Upgrades ausbauen

Unser traditonelles Geschäft mit den Joomla-Upgrades werden wir weiter ausbauen. Wir sind noch immer daran ein Tool zu entwickeln, um veraltete Joomlainstallationen in der Schweiz automatisch zu lokalisieren. Michael kann weitere Personen ins Projekt einbeziehen, so dass ich nun bald auch breiter Werbung für die Joomla-Upgrades machen kann.

Meetings in der realen Welt dank Open Source

Es ist unglaublich, welche Türen Open Source Software (im speziellen Joomla) für uns geöffnet hat. Dank dem offenen Quellcode war es überhaupt erst möglich, dass wir unsere Zusammenarbeit starten konnten. Hätte es sich bei meinen Projekten um closed Software (z.B. Microsoft) gehandelt, hätte sich Michael in den Philippinen nicht dieses grosse Knowhow aneignen können, um mich mit dieser hohen Qualität zu unterstützen. Der Umstand, dass Joomla frei verfügbar ist, hat unsere Zusammenarbeit erst ermöglicht.

Outsourcing wird immer wichtiger

Wer immer noch denkt, dass es sich bei Outsourcing um minderwertige, repetitive Tätigkeiten handelt, täuscht sich gewaltig. Das Niveau ist extrem hoch, das wird mir in diesem Gespräch einmal mehr klar, ich kann von Michael sehr viel lernen, wenn er mir die „Hidden Secrets“ von Joomla aufzeigt. Auf der anderen Seite ist er sehr froh, über das Geld, das aus der Schweiz kommt, kann sich und die Famile gut durchbringen und seit kurzem hat er sich sogar ein günstiges Auto leisten können. Er erklärt mir, dass dies ohne unsere Zusammenarbeit nie möglich gewesen wäre.

Es ist sicher nicht das letzte Mal, dass ich mich mit Michael in Manila treffe. Ich kann natürlich nicht für jedes neue Projekt runterfliegen, aber ich sehe, dass sich in Zukunft noch sehr viel mehr realisieren lässt, als das, was wir bis heute tun.

The Roost – Rückenprobleme ade für Digitale Nomaden

roost_laptop_stand_siargao_philippines_2016_02Endlich hab ich ihn erhalten, den neuen Roost Laptop Stand, zweite Version. Bereits letzten September habe ich über Kickstarter ins Projekt investiert. Dabei ging es darum, einen professionellen Laptopständer zu entwickeln, der es erlaubt, seinen Laptop auf Augenhöhe aufzustellen und mittels externer Tastatur und Maus ein ergonomisches Arbeiten zu ermöglichen.

Schildkrötenstellung

Der Laptop wird so zum Bildschirm und in Zukunft kann auf die typische, gebückte Schildkrötenstellung verzichtet werden. Ich weiss, das ist prinzipiell ein Problem von älteren Digitalen Nomaden, die jüngere können die Problematik kaum nachvollziehen, aber spätestens nach 5-10 Jahren regelmässiger und langer Arbeit am Laptop in gekrümmter Stellung trifft es jeden, die verkrampfte Nackenmuskulatur meldet sich zu Wort und die Rückenschmerzen nehmen zu.

Der Roost ist die ideale Erfindung um Rückenproblemen aktiv entgegen zu wirken. Während Monataten wurde an den Details getüftelt. Leicht, stabil und höhenverstellbar sollte er sein. Das ist nun etwas verspätet auch umgesetzt worden.

Test in the wild – Ankunft im Paradies

Wes, ein junger Surfer aus London, wollte im Bamboo Garden nur ein paar Wochen zum Surfen blieben, nun ist er bereits seit einem halben Jahr da und arbeitet mittlerweile hinter der Bar. Die schwere Infektion an seinem Bein, die er sich beim Surfen zugezogen hat, hat er ohne Arzt selber behandelt, nur mit Messer und Alkohol. Es ist sieht besser aus heute, meint er, aber er wartet noch ein paar Wochen, bis er wieder ins Wasser steigt. Sein Blick schweift etwas wehmütig über den langgezogenen, einsamen Strand. Zusammen sei er mit seiner Freundin von London aus in einem kleinen Opel Corsa bis in die Mongolei gereist, dann ist die Beziehung auseinandergebrochen. Jetzt ist er hier.

Nach 6 Monaten auf der Insel: Lust auf Kälte?

coconut_siargao_islands_bamboo_garden_2016_02Ohne Jahreszeiten scheint die Zeit nicht zu verstreichen(es ist hier das ganze Jahr immer schön warm, Michael der Besitzer von Bamboo Garden, musste erst nach knapp 2 Jahren ein einziges Mal eine Jacke anziehen), doch so langsam möchte Wes wieder zurück nach England, mal wieder so einen richtig kalten Winter erleben, mit richtig feuchter, kalter Luft um die Nase. Ich kann ihn nicht ganz verstehen.

Hier auf der wunderschönen philippinischen Insel Siargao kann ich nun meine ersten Testläufe mit dem Roost machen. Ich merke schon nach den ersten 10 Minuten, dass der Laptopständer die Arbeit von Digitalen Nomaden in Zukunft extrem verbessern wird. Die externe Tastatur auf den Knien und die Bildschirmoberkante auf Augenhöhe, wow, was für ein komplett neues Arbeitsgefühl.

Natürlich gibt es dadurch auch zusätzliches Gepäck, es muss eine externe Tastatur und eine Maus, sowie der Roost selber mitgeschleppt werden. Wer nur mit einem kleinen Rucksack unterwegs ist, wird die zusätzlichen ca. 300 Gramm vielleicht spüren, bei mir als Suitcase Entrepreneur mit grossem Koffer fällt das kaum ins ins Gewicht.

Langsames Internet als Challenge sehen

satelite_internet_bamboo_gardens_siargao_islands_2016_02Es war mir schon vor meiner Reise in die Philippinen bewusst, dass das Internet ziemlich langsam sein wird. In Manila konnte ich mich nicht beklagen, der Internetspeed war vergleichbar mit anderen Destinationen. Das hat sich nun aber hier auf der Insel Siargao rapid verschlechtert.

Es ist nur nach langem Warten möglich, eine Mail in Gmail zu öffnen, geschweige denn, grosse Bilder hin und her zu schicken. Aber was solls, das wird sich schon noch entwickeln in den nächsten paar Jahren. Die Messung mittels speedtest.net ergibt grad mal 0.1 Mbps.

Kein Handyempfang

Michael, der Besitzer des Resorts Bamboo Garden hat in eine Internet-Sateliten-Anlage investiert, das kostet ihn pro Monat ca. 4000 Philippinsche Peso (ca. CHF 82). Es gibt hier kein 3G Signal, also auch kein Telefon, dazu muss man schon aufs Meer rausfahren, oder auf den Berg klettern.

Michael meint, dass sich das schon sehr bald ändern wird, Pläne für den Ausbau des lokalen Flughafens sind in vollem Gange und die Strasse vor dem Resort ist erst seit knapp einem Jahr geteert.

Man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass sich hier der Tourismus massiv entwickeln wird in den nächsten Jahren. Es kommt mir vor wie 1995 auf Lombok, als ich dort die ersten hölzernen Pfeiler im Kokosnusshain in der Strandnähe von Senggigi gesehen habe, heute stehen dort teure 5-Stern Hotelanlagen. Wird das hier auch passieren? Wahrscheinlich leider ja…

Das langsame Internet führt dazu, dass ich den Blog nun offline erfasse, ich nutze dazu Notepad++ und kann in aller Ruhe tippen, ohne jeweils Gefahr zu laufen, dass mir WordPress meinen Content wegräumt, weil es mal wieder kurz einen Unterbruch gegeben hat.

Aber es ist schon klar, um hier richtig arbeiten zu können, muss sich noch einiges tun. Ein Skypegespräch oder ein Teamviewermeeting ist unter diesen Umständen nicht möglich.

Langsames Internet ist immer noch besser als gar kein Internet. Training für Digitale Nomaden

Das beflügelt die Fantasie eines Digitalen Nomaden: Langsames Internet ist immer noch bei weitem besser als gar kein Internet. Was kann man damit tun: Zum Beispiel Podcasts runterladen, das dauert dann zwar 2-3h für eine einstündige Sendung mit 30MB, aber das Handy saugt nonstopp Daten vom Netz und am Schluss kommen so pro Tag doch ein bis zwei Sendungen zusammen.

Ein ganz wichtiger Skill für alle Enterpreneure und im speziellen für Digitale Nomaden, ist Probleme zu lösen und dadurch immer besser zu werden in dem was man tut. An diesem Beispiel konnte ich mal wieder üben, was es heisst mit ganz schlechtem und viel zu langsamem Internet umzugegehen. Anstatt mich zu ärgern, hab ich es als Challenge wahrgenommen und das beste draus gemacht. Wo ist der Empfang am besten, um wieviel Uhr ist es am schnellsten (hier zwischen 4 Uhr bis 6 Uhr morgens), was kann ich momentan offline erledigen usw. Es zeigt sich einmal mehr, dass es auch für Digitale Nomaden so etwas wie ein Training gibt. Ich bin überzeugt, dass das nicht nur für Sportler wichtig ist, sondern im speziellen für Digitale Nomaden. Wer im Sport nicht wirklich hart trainiert und das täglich! wird über einen Hobbystatus kaum herauskommen. Das ist ja weiter auch nicht schlimm, aber gerade im Business, wo man dann auch davon leben will, ist es schon wichtig, dass man sehr viel Zeit in konstantes Training und Weiterbildung steckt.

Dann wollte ich schon lange mal eine Übersicht in PDF für unsere Joomla-Upgrade Dienstleistungen machen, das lässt sich jetzt wunderbar offline erledigen.

Offline

Vieles kann (halb-)offline erledigt werden, die Recherchen benötigen zwar etwas mehr Zeit und Geduld, aber was solls, dafür schweift der Blick beim Warten dann auch viel öfters mal aufs offene, stürmische Meer. Ich könnte mir grad nichts besseres vorstellen.

Der einzige Weg um trotzdem die nötige Bandbreite zu erreichen, wäre über ein Datenabo mit LTE aber dazu muss natürlich auch eine Handyverbindung möglich sein. Auf meinem Display steht klipp und klar: „Kein Dienst“ 😉 Also: Forget it.

Aber man soll ja nicht nur arbeiten, sondern auch die wunderschöne Gegend geniessen, in die man da reingeraten ist. Trotz Regenzeit, ist das Wetter gar nicht mal so schlecht, es hat zwar immer ein paar Wolken am Himmel, aber die Sonne sticht immer wieder durch.

Surfers Paradise

IMG_20160215_102423397Die Surfer sind heute etwas betrübt. Der starke Aufland-Wind ist dafür verantwortlich, dass sich die Wellen nur suboptimal aufbauen und sofort runtergedrückt werden. Als Nichtsurfer bekomme ich so einiges mit, was die Profis da untereinander diskutieren. Es wird darüber gefachsimpelt, wie man sein Gewicht verlagern muss, um möglichst hohe Geschwindigkeiten zu kriegen, oder welche Shapes and Noses für das richtige Drehverhalten des Brettes nötig sind.

Hostel mit 15 Plätzen für CHF 85’000 zu verkaufen

hostel_siargao_2016_02Michael, der Besitzer des Airbnb Bamboo Garden hat mich heute auf dem Rücksitz seines Motorads zu einem nahegelegenen Hostel mitgenommen, das er gerne verkaufen möchte, für umgerechnet CHF 85’000 gäbe es ein basic eingerichtets Hostel zu kaufen, das sich direkt an einer der besten Wellen der Insel, der sogenannten Pacifico befindet.

Als Schlafplätze dienen Hängematten und einfache Betten in einem grossen Raum im ersten Stock, im unteren Stock befindet sich eine Küche / Bar und Unterkünften für drei Angestellte. Das Grundstück selber umfasst 500 Quadratmeter. In der Schweiz kriegt man für dieses Geld vielleicht gerade mal eine Doppelgarage, wenn überhaupt. Eigentlich sollte man diese Chance am Schopf packen, aber ganz so perfekt ist es halt dann doch nicht.

Bevor man sich auf so ein Abenteuer einlässt, sollte man besser viel Ahnung von der Umgebung, den lokalen Gepflogenheiten und allgemein vom Tourismus haben. Es geht uns ja super in der Schweiz und Auswandern ist auch nicht geplant. Will ich denn wirklich plötzlich an einen Platz gefesselt sein, auch wenn er so paradiesisch schön ist wie Siargao Islands?

Michael müsste nicht verkaufen, er führt bereits erfolgreich das Bamboo Ressort, beides zusammen ist aber einfach zu viel, das Hostel ist dazu ca. einen Kilometer vom Bamboos entfernt. Dazu kommt, dass er nach knapp 2 Jahren langsam den Inselkoller kriegt. Als Enterpreneur ist er gewohnt, immer wieder neue Projekte (momentan vertreibt und installiert er Ski-Simulatoren für Hotels, einer steht sogar in der Schweiz, im Jungfraupark in Interlaken) anzupacken und nicht nur das süsse Nichtstun zu pflegen. Ich glaube, ich wäre genau gleich wie er. Einfach nur in meinem Ressort zu sitzen und mit den Gästen sprechen wär auf die Dauer auch nicht mein Ding.

Kapitalanlage Hostel? Kaum ohne Ärger

Aber es tut trotzdem gut, sich diesbezüglich mal ein paar Gedanken zu machen. Schon bald werden die Banken für unsere Spareinlagen mittels Negativzinsen Geld verlangen. Dazu kommt, dass wir momentan in der speziellen Lage sind, dass die Nationalbank über 600 Milliarden (entspricht dem Schweizer BIP) in die Schwächung des Schweizer Frankens investiert hat. Die Börse verliert in diesen Tagen grad enorm an Wert. Kann das über längere Zeit gut gehen? Irgendwie zweifle ich langsam daran, auch wenn ich mich selber alles andere als einen „finanziellen Experten“ bezeichnen würde.

So als Kapitalanlage wäre der Kauf des Hostels sicher keine schlechte Sache. Aber Ärger wäre vorprogrammiert, sowas geht nie ohne Probleme über die Bühne. Das Wetter ist sehr unberechenbar, die Philippinen werden immer wieder von schweren Thyphoons heimgesucht, der letzte heftige traf die Insel Siargao im Jahr 1984, vom verherenden Haiyan im Jahre 2013 blieb das kleine Paradies zum Glück aber weitgehend verschont. Auch Erdbeben sind verbreitet, immer wieder werden stärkere Beben festgestellt, Michael erzählt, dass er ca. jeden Monat mindestens ein Schütteln gespürt hat, seit er da ist, einmal ist ihm sogar der Wein zum Glas rausgeschwappt. Schäden hingegen gibt es kaum, die Häuser sind alle aus Bambus und Hartholz gebaut.

Was würdest du tun, wenn du nur noch 3 Monate zu leben hättest?

Eine sehr unangenehme Frage, ich weiss. Aber wie bereits erwähnt, hatte ich auf der Insel viel Zeit, ein paar sehr interessante Podcasts anzuhören, einen davon möchte ich hier ganz speziell erwähnen, da er etwas weiter geht, als das übliche Digitale Nomaden Business, mit dem wir uns normalerweise beschäftigen.

Mike Seddon hat mit 51 Jahren die schlimmste Diagnose gekriegt, die man sich vorstellen kann: Bedingt durch eine schwere Krebserkrankung habe er nur noch maximal 6 Monate zu leben, 3 Monate nach dieser Diagnose ist er gestorben.

Doch vor seinem Tod, hat er zusammen mit Dov Gordon noch ein letztes Webinar aufgenommen (The last Webinar), um Leute darauf aufmerksam zu machen, bewusst mit ihrer kostbaren, limitierten Zeit umzugehen und sich stets die richtigen Fragen im Leben zu stellen.

Es lohnt sich sehr, diesen Podcast Nr. 484 von „Art of Charme“ mal in aller Ruhe anzuhören und daraus die richtigen Schlüsse für sein eigenes Leben zu ziehen.

Remember that we build our businesses to build our lives. Make time and make space. Life is short. Turn off your computer.

Die fünf Fragen lauten:

1. What is my why, and am I living it?

Es gibt viele Leute, die sagen, dass die Familie das wichtigste für sie sei. Wenn man dann aber genau hinschaut, sind viele wegen ihrer Arbeit so beschäftigt, dass sie kaum Zeit haben, sich um ihre Kinder um ihre Liebsten zu kümmern. Welche Alternativen gibt es, um trotz Arbeit Zeit für seine Familie zu haben? Kann ich etwas an meinem Arbeitsleben ändern, um mehr Zeit für das zu haben, wofür ich eigentlich arbeite?

2. What does success look like?

Wie definiere ich Erfolg für mich selber? Muss es wirklich immer mehr von allem sein, oder bin ich vielleicht ganz zufrieden mit dem was ich habe? Ist es mir wichtig, dass ich reisen kann und neue Leute kennen lerne, oder will ich unbedingt Karriere machen und mein Leben für eine Firma opfern. Die Entscheidung muss jede und jeder für sich selber machen. Erfolg ist sehr individuell und für seine persönliche Definition ist man frei. Das alte Muster „viel Geld“ scheint sich sowieso mit „viel Zeit“ abzulösen.

3. Am I enjoying the journey?

Erlaube ich mir selber, den besten Weg für meine Ziele zu wählen, oder laufe ich einfach der Masse hinterher und drehe meine Runden in einem 9to5 Hamsterrad? Bemerke ich die kleinen Dinge im Leben, kann ich den Moment geniessen?

4. Am I hanging out with the right people?

Ein echter Freund kümmert sich um mich und sagt mir, was ich hören muss und nicht nur, was ich hören will. Hilft mir mein Umfeld im Umsetzen meiner Ideen, oder werde ich eher gebremst? Viele Digitale Nomaden klagen, dass sie von ihrem Umfeld nicht verstanden werden. Ein guter Weg da heraus, ist sich mit Gleichgesinnten zusammen zu tun, zum Beispiel an unsere Mastermind Treffen der Digitalen Nomaden in Bern zu kommen, welche alle 2-3 Monate stattfinden. Siehe unsere geschlossene Facebook-Gruppe der Digitalen Nomaden Schweiz.

5. What would happen to my loved ones if I was no longer around?

Das Leben ist nicht unendlich (jedenfalls heute noch nicht). Habe ich mich genügend abgesichert, falls mir etwas zustossen sollte? Lebensversicherung, Finanzplanung und Testament machen es den Hinterbliebenen sehr viel einfacher in einer ohnehin schon sehr schweren Zeit wieder Fuss zu fassen.

Etwas schwere Kost im Paradies, ich weiss. Aber es sind genau die Momente auf einer einsamen Insel, in denen man mal Zeit hat, sich mit wichtigeren Themen zu beschäftigen als das ständige Rennen um eine Zero-Inbox.

Eines steht fest, ich komme wieder! Und: ich kaufe das Hostel nicht.

Für den Kaufpreis des Hostels könnte ich über 12 Jahre lang (365 Tage im Jahr) bei Michael ein Bungalow mieten zu CHF 19.- im Tag und müsste mich nicht über kaputte Toiletten, langsame Internet-Sateliten-Anlagen und anspruchsvolle Russland-Gäste den Kopf zerbrechen.

Feedback ist immer gerne willkommen! Man kann dabei wählen, ob der Kommentar bei Facebook veröffentlicht werden soll, oder nicht.

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