Warum ich keine Anrufe mehr mag

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Meine alten Telefone rosten vor sich hin, es gibt effizientere Methoden als jemanden anzurufen.

Ist es euch auch schon aufgefallen? Es wird in der Öffentlichkeit und in Büros viel weniger telefoniert. Noch zu Beginn der Handy-Ära war das komplett anders. Überall wurde munter drauf los geredet, ohne Rücksicht auf unfreiwillige Zuhörer.

Aber: Es scheinen noch nicht alle mitbekommen zu haben, dass es Leute gibt, die anderes zu tun haben, als auf einen Anruf zu warten. Das hat mich dazu gebracht, diesen Blogartikel zum Thema „Warum ich keine Anrufe mehr mag“ zu verfassen.

Whatsapp und E-Mail machen Telefongespräche oft überflüssig

Whatsapp hat alles verändert. Wir diskutieren in grossen Gruppen per Textnachrichten, wo wir uns treffen wollen. Hin- und her, bis wir uns dann alle ziemlich individuell an einem Ort treffen, alle zu unterschiedlichen Zeiten, aber nach einigem Diskutieren klappts meistens. Ein Anruf ist unnötig, das meiste passiert im Chat.

Digitale Nomaden sind per Telefon nicht immer erreichbar, per E-Mail schon

Ich habe mich als Digitaler Gelegenheitsnomade so sehr an das zeitversetzte Arbeiten per E-Mail und Whatsapp gewöhnt, dass ich Anrufe in der letzten Zeit eher als störend empfinde. Sie unterbrechen mich in meiner aktuellen Tätigkeit. Ich muss etwas stoppen, nur weil jemand eine (banale) Frage hat, die man viel besser kurz per E-Mail beantworten könnte.

Die Website von Finja „Warum ich keine Anrufe mag“ bringt es auf den Punkt. Offenbar geht es anderen Leuten genau so wie mir. Sie erklärt uns in 9 Punkten, warum Anrufe eigentlich richtig doof sind.

  1. Weil ich ziemlich beschäftigt bin
  2. Weil mein Terminkalender und meine Todo-Listen auf meinem Handy gespeichert sind
  3. Weil ein Anruf keine Spuren hinterlässt
  4. Weil telefonieren ein unüberlegter und unhöflicher Kommunikationsweg ist
  5. Weil Wiederholungen zeitaufwändig, arbeitsintensiv und kostspielig sind
  6. Weil Anrufe manchmal unangenehm und unpassend sind
  7. Weil ich dir meine Telefonnummer wahrscheinlich nicht freiwillig gegeben habe
  8. Anrufe lassen sich nicht sortieren oder priorisieren
  9. Weil ich vergesslich bin

Für schwere Fälle – kostenlose Voicemailbox mit guter Erklärung, warum man besser eine E-Mail schreiben soll

Wer seinen (unerwünschten) Anrufern eine erklärende Message abspielen möchte, kann die kostenlose Voicemailbox von Finja angeben. Der erste Text ist seriös, im zweiten wird der Anrufer mit den oben genannten Gründen auf unmissverständliche Art gebeten, statt zu telefonieren eine E-Mail zu schreiben.

Sich zum Telefonieren verabreden

Es gibt natürlich Projekte, wo ein Telefonanruf viel Zeit sparen kann, ich habe mir angewöhnt, wichtige Telefonate kurz per E-Mail zu organisieren und sich dann wie in einer „echten“ Sitzung genug Zeit für das Thema zu nehmen.

Skype Festnetznummer, auch für unterwegs

Für Digitale Nomaden empfehle ich eine Skype-Festnetznummer mit automatischer Weiterleitung an die Voicemailbox einzurichten (Kosten: 53.84 CHF / Jahr). Damit kann ich auch im Ausland meine Voicemailbox direkt aus der E-Mail-Inbox einfach abhören und bei Bedarf günstig zurückrufen.

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