Joomla at the beach – Joomla World Conference 2014 in Cancun, Mexiko

Joomla World Conference 2014 #jwc14Joomla is on fire! Joomla rocks! Nach über 12 Stunden Flug von Genf via Paris nach Cancun, steige ich in Mexiko aus dem Flugzeug und spüre, dass es hier wieder mal sehr spannend wird. Open Source Software nicht nur hinter dem Laptop zu erleben, sondern die Macherinnen und Macher persönlich zu treffen, ist immer etwas ganz besonderes. Diese Leute, welche einen Grossteil ihrer Freizeit dazu nutzen, das Open Source Content Management System Joomla über Jahre konstant weiter zu entwickeln und ständig zu verbessern, treffen sich mehrere Male pro Jahr an verschiedenen Orten der Welt, um Ideen auszutauschen und das Projekt gemeinsam weiterzubringen.

Ein paar Reihen vor mir in der Air France Maschine mit Kurs auf Cancun sitzt Brian Teeman , er hat Joomla vor 9 Jahren mitgegründet und wenn er an Events auftritt, wird es immer lustig im Saal. Selten unverkleidet, mal als Elvis in Frankfurt, gestern Abend als eine Art Clown in Cancun. Ein Meister in der Kombination von Fun und echter Arbeit, gepaart mit visionären Ideen, da können wir Schweizer meistens nur staunen. Seriös? Absolut und eben doch nicht!

Zusammen mit Adrien von Acymailing, einer weit verbreiteten Newsletterlösung und Nicolas von Hikashop, der aktuell interessantesten E-Commerce Erweiterung für Joomla, teilen wir uns ein Taxi ins Gran Oasis Hotel, wo sich während den nächsten drei Tagen fast alles rund um Joomla dreht. Sie können mittlerweile von ihren Erweiterungen leben und sind stolz, dass es sogar für die Reise nach Mexiko gereicht hat. Die beiden sind gute Freunde und teilen sich ein Büro in Lyon, Frankreich. Interessant, wusste nicht dass diese tollen Lösungen auch physisch so nah beieinander liegen.

Mit Phil Holt, dem CEO von Webfoundry habe ich im Mai bereits an der Jandbeyond abgemacht, dass wir uns in Cancun im November wiedertreffen. Wir haben nun einige Male zusammen im Dos Lunas Restaurant gegessen und eine Menge über unsere aktuellen Joomlabusinesses ausgetauscht. Neue Innovationen rund um Joomla und sonstige Webprojekte entstehen! Viel wird an dieser Stelle sicher nicht verraten, aber die Zusammenarbeit in einem neuen strategischen Sektor zwischen Schottland und der Schweiz ist aufgegleist. Gestern Abend mit einer Cohiba im Mundwinkel waren wir uns sicher, dass es funktionieren wird.

Im Business müssen Passion und Beziehungen passen. Er schwärmt von den Schweizer Alpen und ich freue mich auf den schottischen Whiskey in Edinburgh.

Meine bisherigen Takeaways aus der Konferenz.

1. Sander Potjer aus Holland hat aufgezeigt, wie man Joomla um einiges userfreundlicher machen kann:

  • Sessiontime auf 60 Minuten erhöhen
  • Eine Defaultkategorie setzen, für User die immer die gleichen Artikel (z.B. Blog) posten.
  • Den Editor weiter vereinfachen (Plugin TinyMCE). Überflüssiges entfernen, z.B. den Read More Button
  • Language Overrides nutzen (Erweiterungen -> Sprache) um die Bezeichnungen für den User speziell anzupassen.

Buchempfehlung:

2. Peter Watz aus Schweden zum Thema „Dominate your market“

  • Den Target Market gut vorbereiten: Industrie, Grösse, Geografie, CMS-Typ und Nische.
  • Probleme des Kunden lösen, nicht über Technik reden.
  • Dem Kunden mit der Lösung zu mehr Freizeit verhelfen.
  • Wer überbucht ist, soll seinen Preis um 30% erhöhen.

Buchempfehlung:

3. How to run a successfull Business using Joomla mit Dawn Russell

Dawn Russell ist eine Webdesignerin aus den USA, welche mit handgemachten Templates ihren Lebensunterhalt verdient. Dieser Tipp hat mich beeindruckt:

  • Anstatt den Leuten einen Discount zu geben, gib ihnen ein zusätzliches Produkt, zum Beispiel ein e-Book.

So, es ist wird langsam Zeit wieder mal in den Pool zu springen.

4. Membership Sites mit Joomla, Steve Burge von OStraining

Gerade für digitale Nomaden ein sehr interessantes Thema, vor allem wenn es um die Frage geht, passives Einkommen zu generieren. OStraining hat uns die wichtigsten Lessons learned mitgegeben, welche es zu beachten gibt, wenn man einen regelmässigen Mitgliederbeitrag für seine digitalen Güter erheben möchte.

  • Paypal ist nicht flexibel genug, vor allem wenn es darum geht, im Laufe des Abos die Gebühren anzupassen, z.B. Wechsel in einen anderen Abotyp oder wenn die Userdaten von Paypal zu einem anderen Provider verschoben werden sollen
  • Ostraining setzt die Dienste www.Recurly.com und www.SimpleRenew.com. Dabei entstehen dem Unternehmen ca. 3% Kosten, welche an die beiden Dienste bezahlt werden müssen, der Einsatz lohne sich aber sehr.
  • In Recurly ist auch das sogenannte „Dunning“ enthalten, darunter versteht man das Erkannen von Problem-Kreditkarten (z.B. gestohlene Kreditkarten)
  • SimpleRenew sorgt dafür, dass der Kunde seine Kreditkartendaten erneuert, falls die Karte während dem Abo abläuft.
  • Weitere Dienste als Alternativen: Chargify, Stripe, Chargebee, Zuora, Ogone.

Roger Perren von Joomlainfo hat meine Infos zu einem Artikel zusammengeflochten, besten Dank!

Holly Habstritt Gaal von des Open Source Projekts Mozialla (Firefox) hat aufgezeigt, wie der Designprozess mit der Community geteilt werden kann. Und: Firefox ist grad 10jährig.

Unglaublich, aber Englisch kommt erst auf Platz 3 der meistgesprochenen Sprachen der Welt.

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