Bangalore, das Silicon Valley Asiens

Treffen mit dem Joomshaperteam in Bangalore

Treffen mit dem Joomshaperteam in Bangalore

Es ist gut, wenn man gewisse Dinge selber erlebt und nicht einfach blind übernimmt, was andere Leute über ein Land erzählen.

Die Reise nach Indien hat sich für mich nicht nur wegen der Joomlakonferenz gelohnt. Wieder einmal konnte ich eine Menge lernen und nach dem alten Credo von Steve Jobs „Stay hungry, stay foolish“ eine für mich völlig fremde Stadt entdecken.

Sich treiben lassen

Einfach mal loslegen, in eine Autoridschka einsteigen und quer durch Bangalore fahren, den Fahrer fragen, auf was er denn besonders stolz sei in seiner Stadt. Und so bin ich ziemlich unvorbereitet an wunderbaren Orten gelandet, dem Krishnatempel oder beim Parlamantsgebäude.

IT-Studenten in Indien mit 4 Stunden Arbeitsweg

Die beiden Computer Science Studenten Jayanth und Jyothi hab ich nach der Konferenz in mein Hotel zum Mittagessen eingeladen, um etwas mehr darüber zu erfahren, wie junge Leute heute im Silicon Valley ein IT-Studium absolvieren. Klar, das kann man alles nachlesen, aber es ist viel schöner, wenn man die Gelegenheit wahrnimmt, Facts aus erster Hand zu erhalten. Die beiden haben einen Arbeitsweg von jeweils 2 Stunden quer durch eine 10 Millionenstadt, die wie jede andere Stadt in der Grösse unter dem Verkehr regelmässig zusammenbricht und in die Knie geht. Macht also täglich ca. 4 Stunden im Bus. Dank ihren Mobiles sind sie aber bereits auf der Fahrt produktiv und programmieren an neuen Lösungen. Später möchten sie gerne mal für grosse IT-Firmen arbeiten, anscheinend sei es für Studienabgänger kein Problem, nach Abschluss einen guten Job zu kriegen.

Innovative Lösungen für Schwerhörige mit der Xbox

Jayanthi_Chandra_Portrait

Jayanthi Chandra. API Developer, Python Guru, Hackatonwinner Bangalore

Jayanthi ist ein erfolgreicher Teilnehmer der Bangalore Hackathons. Er hat es geschafft, sich neben hunderten von anderen Cracks, sich mit seinem Projekt durchzusetzen. Dabei ging es darum, mit Hilfe einer Xbox eine Gestenerkennung für Schwerhörige zu bauen. Innerhalb der vorgegebenen Zeit hat er das Projekt erfolgreich zum Laufen gebracht.

Seine Zwillingsschwester Jyothi ist stark im Einbinden von Google API’s. Sie arbeitet momentan daran, mithilfe der Smartphone-Spracherkennung eine Software zu schreiben, die es erlaubt, das Handy bespielsweise nach der Zeit des Weckers zu fragen, die Antwort kommt dann gesprochen zurück.

Mich hat es fasziniert, wie die beiden völlig unbeschwert mit der Technologie experimentieren und sich dabei an grosse Dinge wagen.

Ich hab ihnen angeboten, dass sie mich gerne in meinen IT-Projekten unterstützen dürften in Zukunft, nun gehören sie dem Freelancercircle meiner Firma BERGSPITZ media an. Bin gespannt auf ihren Input, bin mir aber sicher, dass die beiden es sehr weit bringen werden.

Meine erste Uber-Taxifahrt durch Bangalore

In Bangalore konnte ich auch endlich meine erste Uber-Taxi-Fahrt machen. Es hat am Ende eigentlich ganz gut geklappt, obschon der Start doch etwas harzig war. App installiert, nach einem verfügbaren Taxi gesucht und bestellt. Nach dem Buchen kam sofort ein Anruf des Fahrers, wo ich denn warten würde. Er hat etwas von Metrostation erzählt und ich hab Hotel verstanden. Jedenfalls war das wahrscheinlich unser Missverständnis, aber am Schluss hab ich mit etwas suchen, dann doch noch das richtige Nummernschild gefunden.

Vor der Abfahrt hat er zuerst mal ausgiebig gebetet und dann ging‘s los, etwas unsicher hat er ja schon gewirkt, ohne Schuhe, nur barfuss am Steuer. Nach weiteren 5 Minuten hat sich dann auch rausgestellt, dass er wirklich kein Englisch kann. Den Weg zum Bulltempel hat er definitiv nicht gekannt, hat sich aber erfolgreich durchgefragt, an jeder Kreuzung wieder das gleiche Ritual.

Diese typische Hin- und Herschütteln des Kopfes der Inder würden wir wahrscheinlich als „ich weiss nicht“ interpretieren, heisst hier aber „Ja und danke“. Nach einer 30 minütigen Fahrt durch den Grossstadtdschungel haben wir den Tempel dann schlussendlich doch noch erreicht, das hat mich grad mal 140 Rupies gekostet, also umgerechnet etwa CHF 2.20.

Neue BERGSPITZ media Website online

Joomlakonferenzen haben immer einen sehr produktiven Einfluss auf mich, so hab ich mich am Montag nach der Konferenz kurzfristig entschieden, den Webauftritt von BERGSPITZ media komplett neu zu gestalten und dazu grad den Page Builder von Joomshaper, den die Jungs aus Kambodscha anpriesen, auszutesten. Fazit: Das Framwork hat mich auf Anhieb begeistert. Mit dem kostenlosen Helix3 Template ist es ein leichtes, einen anspruchsvollen Webauftritt mit unterschiedlichen Medienelementen im Nu zu errichten. Gesagt getan, ich bin also in aller Frühe aufgestanden, da ich wahrscheinlich vor freudiger Erwartung auf das neue Tool nur sehr schlecht schlafen konnte, hab die Installation noch vor dem Frühstück abgeschlossen und bin dann den ganzen verregeneten Tag im Hotel gesessen und hab an meinem neuen Projekt gearbeitet.

Auch sonst darf man sich weiterhin auf tolle Neuerungen in Joomla freuen. Hagen Graf hat das in seinem Blogpost sehr schön umschrieben, Joomla ist nicht das CMS mit den meisten Installationen wie WordPress, aber es ist eben ein kleines Wunderding.

WLAN Erlebnis im Airbus A380 der Emirates

Eine weitere Premiere für mich war dann das Wifi im Airbus A380 der Emirates beim Rückflug von Dubai nach Zürich. Es gibt 10MB kostenlos (man kann aber ganz einfach nach Ablauf des Kontingents nochmals mit einer anderen Mailadresse nachfordern). Das Ganze steckt doch noch ziemlich in den Kinderschuhen, ein flüssiges Interneterlebnis sieht etwas anders aus. Aber um ein paar Textnachrichten über Whatsapp zu verschicken, funktioniert es schon ganz gut.

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