9 Gründe wieso du als Digitaler Nomade in den USA unbedingt in Airbnb’s übernachten solltest

Pazifikküste USA, Yachats

Pazifikküste USA, Yachats

Es war ein genialer Roadtrip, über 9000 Meilen (ca. 14’500 km) in 3 Monaten quer durch die USA, Start in New York entlang der Ostküste über Savannah, Nashville und New Orleans durch den Wilden Westen nach Santa Fe, Moab und Las Vegas weiter an die Westküste durch Kalifornien mit San Diego, Los Angeles bis nach Portland hoch und zurück nach San Francisco.

Wir wussten zu Beginn noch nicht genau wie wir übernachten wollen. Klar war nur, dass wir mit dem Mietwagen von Ort zu Ort fahren und versuchen, via Booking-Trivago-Priceline-Apps gute Motel-Angebote zu finden.

Bereits nach den ersten beiden Übernachtungen (80$ pro Nacht im Doppelzimmer) an der Ostküste haben wir festgestellt, dass die Motels entweder viel zu teuer oder dann so heruntergewirtschaftet sind, dass sich ein Übernachten dort nicht empfiehlt. Einmal Bedbugs (Bettwanzen) in einem Budget-Motel vor 5 Jahren in den USA hat mich gelernt, dass es sich lohnt immer etwas mehr Geld auszugeben, um diese schmerzhaften Tierchen konsequent zu meiden.

1. Günstiger als Motels

Als wir Mitte Juli 2016 dann mitten in der Hochsaison in den schönen Outerbanks (North Carolina) ankamen, haben sich die Preise für Motels bereits mehr als verdoppelt (zum Teil über $200 pro Nacht im Doppelzimmer).

Mittels Airbnb App haben wir uns dann auf die Suche gemacht und sind fündig geworden. Gutes Preis-Leistungsverhältnis und wunderbare Begegnungen mit den Locals waren danach in den nächsten 24(!) Übernachtungen mit Airbnb an der Tagesordnung.

Mit Airbnb wohnt man zusammen mit den Gastgebern im selben Haus. Küche, Wohnzimmer und Garten können in der Regel mitgenutzt werden. Es ist erstaunlich wie offen die Amis uns Zugang zu ihren Häusern gegeben haben. Oft haben wir im Voraus einen Türcode gekriegt, mit dem wir bereits am Nachmittag in die Wohnung konnten, auch wenn die Hosts noch am Arbeiten waren.

Es ist auch ein paar Mal vorgekommen, dass wir die Hosts überhaupt nicht gesehen haben. So hatten wir in Nashville mal ein ganzes Haus für uns alleine, auch wenn wir nur den Preis für ein Zimmer bezahlen mussten.

Unser günstigstes Airbnb kostete 40$ in Austin in Texas, das teurste 150$ auf den Outerbanks in North Carolina. Meistens konnten wir ein gutes Angebot zu durchschnittlich 60$ finden.

2. Schnelles und stabiles WLAN

Das WLAN war in der Regel sehr stabil und schnell, wobei man in den USA meistens keine Geschwindigkeitsrekorde erwarten darf. Das schnellste Internet hatten wir in Santa Fe im Haus eines Autors und Künstlers, die gemessene Downloadrate betrug stolze 60 Mbps. Verglichen mit den meist sehr schlechten Motel-Connections war das jedenfalls schnell genug um echt flüssig zu arbeiten und auch Calls über Whatsapp zu machen.

Der Umstand, dass viele Airbnb-Gastgeber als internetafin zu bezeichnen sind, führt dazu, dass man meistens gutes bis sehr gutes Internet erwarten darf. In Motels hat die Qualität im Vergleich zu Airbnb viel mehr variiert.

3. Spannende Menschen mit lokalen Tipps

Es war sehr anregend, sich mit den tollen Gastgebern zu unterhalten. Mal wurden wir zum Abendessen eingeladen, oder es gab Tipps zu lokalen Sehenswürdigkeiten und Events. Wo gibt es die besten Strände? Wo gibts das beste Essen? Welche Gebiete sollte man eher meiden? Natürlich war auch die aktuelle Diskussion über die Präsidentschaftswahlen immer wieder ein brennendes Diskussionsthema.

4. Gute Arbeitsplätze oft sogar mit ergonomischen Büromöbeln

Viele Gästezimmer waren mit einem guten Bürostuhl und einem anständigen Tisch ausgestattet, arbeiten hat sich hier viel besser angefühlt, als in schummrigen Motelzimmern.

5. Einfache Suche, Buchung und Bezahlung über die Airbnb-App

Der Gastgeber ist verpflichtet auf eine Anfrage innerhalb von 24 Stunden zu antworten, falls keine Antwort erfolgt, wird die Buchung annuliert.

Das hat den Vorteil, dass man relativ kurzfristig buchen kann. Dazu sind die sogenannten Sofortbuchungsangebote häufig anzutreffen. Beim Sofortbuchen braucht man die Antwort des Gastgebers nicht abzuwarten, die Buchung ist sofort gültig.

In der Suche kann der Filter von vornherein so eingestellt werden, dass nur Airbnb’s bis zu einem festgelegten Maximalbetrag angezeigt werden. Ausserdem kann via Onlinekarte gesucht werden, das hat den Vorteil, dass wir gewisse Gebiete in berüchtigten Städten meiden konnten, zum Beispiel in Memphis oder New Orleans.

Nach dem Aufenthalt wird man aufgefordert, eine Beurteilung abzugeben. Diese wird erst veröffentlicht, wenn beide Seiten fertig bewertet haben. Unsere Airbnb-Reputation in den USA wurde immer beeindruckender. Unglaublich in welch hohen Tönen wir von unseren Gastgebern gelobt wurden (wahrscheinlich, weil wir sie mit unserem frisch gebackenen Brot bestochen haben) 😉

6. Eigener Kaffee aus der Bialetti Kaffeemaschine

Eigener Kaffee mit der Bialetti Espresso Maschine

Eigener Kaffee mit der Bialetti Espresso Maschine

Ein klarer Vorteil zum Motel ist, dass man sich selber etwas kochen kann. Der amerikanische Filter-Kaffee konnte uns schon bald nicht mehr überzeugen, also haben wir in Galveston (Texas) via Amazonaccount unserer dortigen Gastgeberin eine wunderbare Bialetti Moka Maschine bestellt, mit der wir unterwegs in den Airbnb Küchen unseren tollen, eigenen italienischen Kaffee brauen konnten. What a change in our lifestyle…

7. Frisches Brot und Zopf

Frischer Zopf aus dem Airbnb Backofen

Frischer Zopf aus dem Airbnb Backofen

Nach zwei Wochen Toastbrot hatten wir definitv genug davon. Nirgends an der Ostküste und im Süden war knuspriges Brot im Laden zu finden, also haben wir kurzerhand beschlossen, unser Brot selber zu backen. Kein Problem: 500 Gramm Mehl, 1 Beutel Trockenhefe, 60g Butter, 1 Teelöfel Salz und Zucker, 3 dl Milch. Alles zuerst ohne Milch gut mischen, danach Milch beigeben und eine Stunde zugedeckt aufgehen lassen. Dann zwei Stränge rollen und diese jeweils übers Kreuz falten, fertig ist der Zopf. Jetzt noch mit einem Ei bestreichen, während 35 Minuten im auf 370 Fahrenheit (180° C) vorgeheizten Ofen backen. Lecker!

Die Amis waren voll begeistert, dass wir unser Brot selber backten. Es scheint hier in den USA nicht sehr verbreitet zu sein, dass man seinen Ofen ausser für den Turkey am Thanksgiving oder für eine Pizza verwenden könnte.

8. Hunde betreuen und Katzen streicheln

Oft haben Gastgeber Haustiere. Diese werden auf einer langen Reise schnell zu deinen neuen Freunden. In Roswell haben wir zwei Therapiehunde betreut, während die Hosts selber verreisten und uns die Hunde für zwei Tage überliessen. In Fresno hat sich die Hauskatze besonders gerne in unser Bett gelegt und in der Nacht unverfroren an der Scheibe gekratzt, wenn wir sie nicht reingelassen haben.

9. Pool, Billardtisch und Gitarren zum Mitbenutzen

Es fehlt meistens an gar nichts, oft haben wir im privaten Hauspool gebadet, am Billardtisch eine Runde gespielt oder ich durfte mir immer wieder eine tolle Gitarre ausleihen, um ein bisschen zu jammen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, einen Roadtrip mit einem Camper oder mit dem Zelt zu machen. Es wurde uns aber rasch bewusst, dass sich dies aus Kostengründen eher für eine kürzere Tour (z.B. Südwesten) eignen würde. Bedingt durch die hohen Temperaturen (bis 47° C im Deathvalley) kam das Zelt in den Wüstengebieten nicht wirklich in Frage. An der Westküste kann man sehr schön zelten, allerdings war es da dann schon wieder etwas frischer, so dass wir entschieden, weiterhin bei Airbnb zu bleiben.

Wenn wir zwischendurch mal keine Lust auf Interaktionen mit Gastgebern oder Haustiere hatten, haben wir zur Abwechslung auch mal wieder in einem Motel übernachtet.

Es hat sich jeweils sehr gelohnt, ein Airbnb-Zimmer für mehrere Nächte zu buchen, mindestens zwei Nächte waren jeweils perfekt, um auch die Gastgeber etwas näher kennen zu lernen.

Du möchtest Aibnb auch mal ausprobieren, hier gibts für deine erste Buchung einen Rabatt von CHF 45! Viel Spass!

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